Grußwort der Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft und Schirmherrin Carola Veit

Bei „HAMBURG SCHOCKT“ geht es um Menschenleben. Es geht um die Leben, die der plötzliche Herz-Kreislauf-Stillstand in erschreckend großer Zahl Jahr für Jahr und Tag für Tag fordert. In Deutschland erleiden jedes Jahr bis zu 200.000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand. Nur fünf Prozent dieser Betroffenen überleben. Wir sprechen deshalb auch gleichbedeutend von dem plötzlichen Herz- oder Sekundentod. Es ist die Todesursache Nummer eins in Deutschland. 

Hamburg bildet natürlich keine Ausnahme. Mehr als 2.000 Hamburgerinnen und Hamburger sterben daran pro Jahr. Das Tragische ist neben den persönlichen Schicksalsschlägen, dass viele dieser Menschen überleben könnten. 

Beim plötzlichen Herzstillstand sind die ersten Minuten entscheidend. Mit jeder Minute, die verstreicht, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um bis zu zehn Prozent. Doch selbst in so einer hervorragend aufgestellten Gesundheitsmetropole wie Hamburg braucht der professionelle Rettungsdienst nach abgesetztem Notruf noch acht bis zehn Minuten bis zum Eintreffen am Einsatzort. Das ist sehr schnell, schneller geht es logistisch nicht. Aber in diesem Fall reicht es eben nicht, denn die Überlebenschancen stehen dann gleich Null. 

Hilfloses, oder zu zögerliches Danebenstehen kostet dann Menschenleben. Es klingt einfach, das Richtige zu tun:

  • einen Notruf abzusetzen;
  • mit der Herzmassage sofort zu beginnen
  • und einen Automatisierten Externen Defibrillator einzusetzen. Der ist selbsterklärend und intuitiv zu bedienen und steht in Hamburg vielerorts zur Verfügung.

Diese drei Maßnahmen erhöhen die Überlebenschancen um ganze 70 Prozent. Sie klingen einfach, und logisch, aber ehrlich gesagt: so einfach ist es dann eben oft nicht, wenn man ganz allein vor der Situation steht.

„HAMBURG SCHOCKT“ setzt genau an dieser Stelle an:

  • Die App ermöglicht mir, sofort einen Notruf mit genauer Ortsangabe abzusetzen, ohne lange nach Straßenschildern suchen zu müssen. Ein Klick.
  • Sie bietet eine notfallgerechte Kurzanleitung, was zu tun ist
  • und  zeigt außerdem noch an, wo der nächste, öffentlich zugängliche AED [Automatisierter Externer Defibrillator] zu finden ist.
  • Schließlich – und das ist bahnbrechend und neu – gibt es auch ein Register mit professionellen Ersthelferinnen und Ersthelfern, die über die App zum Notfallort dazu geholt werden können.
  • Noch ein Klick, und man ruft alle um Hilfe, die professionell Erste Hilfe leisten können und gerade um die Ecke Kaffee trinken oder an der Ampel stehen. 

Die Technik kann natürlich den Mediziner oder die Medizinerin nicht ersetzen, und das ist auch nicht das Ziel dieser App. 

Bei „HAMBURG SCHOCKT“ geht es vielmehr darum, die Zeit bis zum Eintreffen des Arztes im Sinne des Patienten bestmöglich und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu überbrücken. 
Die App verbindet damit das Beste aus zwei Welten zum Wohle des Patienten, zu dem jeder von uns zu jedem Zeitpunkt plötzlich werden kann. 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, der ASB und „HAMBURG SCHOCKT“ verdienen neben Anerkennung und Unterstützung auch unseren Dank. Auch dafür, diese Idee so hartnäckig zur Umsetzung gebracht zu haben. Jetzt kommt es darauf an, die App bekannt zu machen.

Ich wünsche der Kampagne „HAMBURG SCHOCKT“ den größtmöglichen Erfolg. Und Hamburg wünsche ich so wenige Schocks wie möglich, aber so viele Schocks wie nötig.

Ihre

Die offizielle Kennzeichnung für AED-Geräte (Defis)

Dieses Zeichen weist auf einen öffentlich zugänglichen Defibrillator hin.

Wenn Sie AED-Geräte im Großraum Hamburg sehen, die noch nicht bei HAMBURG SCHOCKT registriert sind, würden wir uns sehr über eine kurze Mitteilung unter info(at)hamburg-schockt.de freuen.
Alternativ können Sie das AED-Gerät hier online melden.